Das Verfahren
Fließlochformen beruht auf einer Kombination aus Axialkraft und relativ hoher Drehzahl, wobei lokale Wärme durch Reibung entsteht. Reibungswärme und hohe Flächenpressung plastifizieren das Material und ermöglichen, den Fließlochformer in einem Zug durch das Material zu führen.
Das bedeutet: nur ein Arbeitsgang für die Herstellung einer Gewinde- oder Durchgangsbuchse mit oder ohne Dichtungsrand, in die anschließend in einem 2. Arbeitsgang ein Gewinde eingebracht werden kann. Mit einem Fließlochformer können in Abhängigkeit von der Metallhärte und Metallstärke mehrer tausend Löcher geformt werden.
Schritt 1 |
Schritt 2 |
Schritt 3 |
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Nachdem die Spitze des centerdrill weich auf das Material aufgesetzt hat, wird mit hoher Axialkraft und Drehzahl auf das Material gedrückt. |
Vorschub und Drehzahl erzeugen die notwendige Reibungswärme von ca. 600°. Dadurch wird das Metall plastisch und somit verformbar. Der centerdrill dringt in Sekundenschnelle in das Material ein. | Der centerdrill verdrängt das Metall horizontal und vertikal, wobei das Material haupt sächlich nach unten ausweicht: Die Buchse entsteht. Beim Durch dringen des Metalls nimmt die Vorschubkraft allmählich ab, während die Vorschubgeschwindigkeit steigt. |
Schritt 4 |
Schritt 5 |
Schritt 6 |
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| Die fließlochgeformte Buchse ist fertig. Das entgegen der Vorschubrichtung geflossene Material hat sich in Form eines Kragens als Dichtungsrand umgelegt. Dieser Kragen kann auch mit der centerdrill Version flach mit eingeschliffenen Schneiden im selben Arbeitsgang spanend entfernt werden. | Die Buchse ist ohne Spanabnahme sofort vorbereitet für das spanlose Einbringen eines Gewindes mit dem centertap. Das kalt geformte Gewinde verfestigt zusätzlich die Materialstruktur des Metalls. | Das Ergebnis: Hochauszugsfeste, belastbare Verbindungen. Ohne Bohren und anschl. Einnieten oder Verschweißen von Muttern. |






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